Dies ist ein Blogpost als Reaktion auf meinen vorherigen zum Thema “Korruption in der Hochschulpolitik?“. Wenn auch meine Meinung weiterhin steht und ich in einem solchen Handeln keine Probleme sehen würde, sei es bei der piraten hochschulgruppe oder bei anderen Hochschulgruppen, muss ich doch ein paar Äusserungen klarstellen.

Ich habe mich geirrt!

Das ist ein Satz der mir nicht leicht von den Lippen kommt und mit der Grund warum es so lange gedauert hat bis ich eine Antwort auf meinen Blogpost zur Korruption in der Hochschulpolitik verfasst habe. Mittlerweile hat meine Hochschulgruppe eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht sowie auch die in Frage gestellte Rechnung offengelegt1 und ich muss eingestehen ich habe etwas losgetreten was so nicht der Fall war.

Zuerst muss ich mich bei ein paar Menschen entschuldigen, zu allererst bei den Mitgliedern meiner Hochschulgruppe, Jungs und Mädels ihr seid unglaublich toll und es tut mir leid dass ich durch ein Missverständnis diese Reaktionen heraufbeschworen habe, ihr hattet damit nichts zu tun! Auch muss ich mich bei allen Mitgliedern von AI entschuldigen, dass ich sie verdächtigt hatte ein ähnliches Angebot erhalten zu haben. Wie sich herausstellt haben wir aneinander vorbeigeredet. Es tut mir leid und ich wünsche euch viel, wenn auch nicht zuviel Erfolg im Wahlkampf!

Jetzt wo das raus ist, kann ich die Story die ich im vorherigen Blogpost angestossen hatte nochmals aufgreifen und im Detail erklären. Zu allererst, ich habe die Summe von 20 € voreilig kommuniziert und war mir nicht bewusst, dass dies der Betrag für 50 Plakate war. Hier habe ich Hannes nicht genau genug zugehört. Dies ändert nichts an meiner Meinung dass ich ein entsprechendes Sponsoring nicht als problematisch empfinden würde so lange es transparent kommuniziert würde!

Ich kann also heute sagen, dass ich das Angebot falsch verstanden habe und dementsprechend es falsch kommuniziert habe. Das Angebot war so günstig weil ich an 200 Plakate gedacht habe es sich aber nur um 50 Plakate zu dem Preis handelte. Wie wir heute auch aufgrund der Rechnung von OVD wissen, kosteten die 200 Plakate etwas über 70 €2 die die piraten hochschulgruppe auch genau so bezahlen wird. Es tut mir leid hier etwas losgetreten zu haben was so nicht stimmte! Trotzdem bleibt meine Meinung weiterhin bestehen und ich denke dass sich hier eine grundlegende Diskussion dazu eignen würde solche Fragen für die Zukunft besser zu regeln.

Nach meinem mea culpa, will ich aber auch noch einen kleinen Punkt ansprechen. Die piraten hochschulgruppe hat beantragt, dass am Montag im Studierendenparlament insgesamt über Wahlkampffinanzierung gesprochen werden soll um die durch die aktuelle Affäre aufgeworfenen Fragen grundlegend zu erörtern. Dieser Antrag wurde von CampusGrün Saar verworfen weswegen ich ihn nochmals am Montag in der Studierendenparlamentssitzung als Antrag an die Tagesordnung einbringen werde. Denn es ist das eine jemanden zu kritisieren und es selbst besser zu machen, oder nur jemanden zu kritisieren! Hier hat sich CampusGrün in meinen Augen nicht gerade mit Ruhm bekleckert weil sie von anderen Hochschulgruppen Transparenz fordern, diese aber selbst nicht leben.

Mein Vorschlag um solche Diskussionen in Zukunft aus der Welt zu räumen wäre in der nächsten Legislatur den Status der Hochschulgruppen in der Satzung der Studierendenschaft fest zu verankern und ihnen gewisse Rechte und Pflichten aufzuerlegen, eine davon wäre die Pflicht der Kontentransparenz gegenüber dem Ältestenrat der dann jedes Jahr auf Basis der Buchführung über die weitere Wahlzulassung entscheiden könnte. Dies ist ein Verfahren das in der Politik einigermassen funktioniert um Korruption zu verhindern und würde der Hochschulpolitik auch gut stehen.

Ich schließe mit einem

mea culpa

und lege CampusGrün ans Herz doch auch mal Transparenz zu leben!

Quellen
  1. http://www.piratenhsg-saar.de/2011/06/offener-brief-ans-stupa/ []
  2. http://www.piratenhsg-saar.de/mitmachen/transparenz/ []