Keine Angst ich werde nicht über Einschaltquoten bei Fernsehsendern schreiben sondern über das seit kurzem mal wieder hochköchelnden Thema der Benachteiligung von Frauen in der Piratenpartei. Gerne würde ich widerlegen dass die Piraten einen Mangel an Frauen auf den meisten Ebenen haben, aber genau so haben wir einen Mangel an transsexuellen Eichhörnchen, älteren Menschen, Menschen mit Behinderung, Außerirdischen usw usf. Man merkt ich gleite leicht ins polemische ab, doch warum eigentlich?

Als Mensch mit Anhängsel und weißer Hautfarbe gehöre ich ja zu einer Bevölkerungsschicht der nachgesagt wird, dass wir gerne mal alle anderen Diskriminieren würden, tun manche vielleicht auch gerne, ich versuche es zu vermeiden. Trotzdem bin ich gegen eine Quote, doch wieso?

Erstens reicht es in meinen Augen nicht aus von einer Quote zu reden, denn wenn dies getan wird, wird meistens von einer reinen Frauenquote gesprochen, heißt man beschränkt sich beim Geschlecht auf ein binäres Merkmal ohne zu berücksichtigen dass es noch weitere Geschlechtsformen gibt. Auch beschränkt man sich auf ein einziges Identitätsmerkmal was zwar äußerlich zu erkennen ist aber oftmals nicht ausreicht um einen Mensch zu beschreiben. Als Konsequenz bedeutet dies, dass man nicht von einer Quote, sondern von vielen Quoten reden müsste und dann kommen wir auch zu zweiten Punkt.

Wenn es mehrere Quoten gibt, zum Beispiel eine für Menschen mit Behinderung, eine für Frauen und eine für transsexuelle Eichhörnchen, dann lösen wir damit an der Oberfläche das Problem dass wir in den betroffenen Berufen einen schönen Mix von Frauen, Männern, Eichhörnchen etc. pp. haben, doch lösen wir dadurch das Problem? Meiner Auffassung lösen wir das Problem nicht, ganz im Gegenteil wird es dann darauf hinauslaufen, dass wir einen freien Zugang zu Arbeitsplätzen durch eine Quotierung einschränken, und werden wahrscheinlich bei abgewiesenen Bewerbern jeder Kategorie eine weitere Ablehnung der anderen Kategorien hervorrufen. Quoten können in meinen Augen weder objektiv fair sein, noch lösen sie das Problem der Gleichstellung aller Menschen. Sie sind sozusagen eine schöne Tischdecke die man über einen alten Tisch zieht um den Tisch nicht mehr sehen zu müssen.

Die Lösung für das Problem der Gleichstellung kann also nicht Quotierung lauten, sie sollte eher in die Richtung einer Erziehung (auch in der Schule) gehen wo junge Menschen auf das Problem aufmerksam gemacht werden und wo eine echte Gleichstellung, und nicht nur eine Gleichberechtigung, vorgelebt wird. Dies wird Zeit kosten aber es wird uns zu einer besseren Gesellschaft machen. Quoten verstecken das Problem nur.

Epilog: Dieser Artikel wurde im “Affekt” geschrieben, er kann Schreibfehler enthalten, Satzzeichen die fehlen und sich sehr polemisch lesen. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen dass ich gerne mehr Frauen in Führungspositionen hätte und die Frauen als gleichgestellt mit allen anderen Menschen betrachte, leider ist unsere Gesellschaft noch nicht so weit…